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Autonome Fahrzeuge sind untereinander und mit ihrer Umgebung vernetzt. Autonome Fahrzeuge sind untereinander und mit ihrer Umgebung vernetzt.

Autonome Fahrzeuge

Mobilität ohne Lenkrad

Die Technik für fahrerlose Autos hält Einzug in den Alltag und ebnet den Weg für eine sicherere und digitalisierte Fortbewegung. Während in Europa und den USA vor allem Pilotprojekte laufen, unterstreicht die rasante Entwicklung chinesischer Firmen, wie in diesem Feld die Alltagstauglichkeit bald erreicht werden kann.

JB
· 2025

Trotz großer Fortschritte zieht sich die Einführung des autonomen Fahrens länger hin als erwartet. Während unterstütztes Fahren (Level 2) Fortschritte macht, bleiben hochautomatisierte Fahrzeugsysteme (Level 3 und 4) laut dem aktuellen Automotive Outlook 2040 der Unternehmensberatung Roland Berger weit hinter früheren Prognosen zurück. Zu den Gründen dafür zählen weiterbestehende Hindernisse. So reagieren etwa autonome Fahrzeuge auf ungewöhnliche Verkehrssituationen immer noch unbefriedigend. Zudem hemmen unterschiedliche Regelwerke und Skepsis in der Bevölkerung den Fortschritt. Gleichzeitig ist weiter unklar, ob sich autonome Fahrzeuge wirtschaftlich rentieren, sobald sie außerhalb städtischer Zonen eingesetzt werden. Diese Herausforderungen sind bewältigbar, doch der Durchbruch erfordert entschlossene politische Unterstützung und ein striktes Kostenmanagement der Anbieter.

Autonome Fahrzeuge: China fährt voraus

Während in Deutschland also Sicherheit und Regulierung im Fokus stehen, ist in anderen Ländern autonomes Fahren mit größerer Geschwindigkeit auf dem Vormarsch. So betreibt ein großer US-amerikanischer Tech-Konzern in Städten wie Los Angeles oder San Francisco bereits mehr als 1.500 autonom fahrende Taxis. Im nächsten Jahr soll sich diese Zahl mehr als verdoppeln. China übertrifft die USA sogar. Dort genießen die Hersteller staatliche Unterstützung und schnelle Zulassungsverfahren. Entsprechend stark wächst etwa der Robotaxi-Ser-vice in Millionenstädten wie Peking oder Shanghai und erreicht in dem asiatischen Land zunehmend Alltagstauglichkeit. Grundsätzlich wird sich das Bild unserer Straßen durch autonome Mobilität stark verändern. In urbanen Zentren etwa schaffen fahrerlose Fahrzeuge mehr Sicherheit und Raum. Laut einer aktuellen Brookings-Studie senken sie Unfallrisiken dank weniger menschlichen Fehlverhaltens und ermöglichen Rückbau von Parkflächen. Die Stadtzentren könnten dadurch in grünere, lebensfreundlichere Zonen umgewandelt werden. Auch für Pendler gewinnt der Arbeitsweg neue Qualität: Statt sich auf Staus zu konzentrieren, können sie im Fahrzeug arbeiten, entspannen oder kommunizieren.

Aktueller Trend

Autonomes Fahren – der Trend 2026

Autonomes Fahren setzt sich derzeit vor allem dort durch, wo der Einsatz klar begrenzt ist – etwa bei Robotaxis und Shuttle-Diensten in Städten. Als realistischster Weg in den Alltag gilt damit zunächst nicht das private vollautonome Auto, sondern der Betrieb in definierten Einsatzräumen. Gleichzeitig zeigt sich international ein deutliches Tempo-Gefälle: Die USA und China skalieren schneller, Europa setzt stärker auf Regulierung und Sicherheitsnachweise. Der Markttrend ist damit klar: erst kontrollierte Flottenlösungen, dann breitere Anwendungen. (Roland Berger; Europäische Kommission)

20 Millionen
Robotaxis erreichen Massenbetrieb

So viele Fahrten hat Baidus Dienst Apollo Go bis Februar 2026 nach Unternehmensangaben bereits absolviert – ein Hinweis darauf, dass autonomes Fahren in China den Pilotstatus zunehmend hinter sich lässt. (Baidu)

1.500
Waymo skaliert den US-Alltagseinsatz

So viele autonome Fahrzeuge betreibt Waymo nach eigenen Angaben bereits in Städten wie San Francisco, Los Angeles, Phoenix und Austin. (Waymo)

300 Millionen
Autonome Kilometer im Realbetrieb

So viele Kilometer hat Baidus Robotaxi-Dienst Apollo Go bis Februar 2026 nach Unternehmensangaben bereits zurückgelegt – ein Maßstab für die wachsende Alltagserprobung autonomer Flotten in China. (Baidu Investor Relations)

92 Prozent
Weniger Verletzten-Schäden laut Waymo

Um diesen Wert lagen Personenschaden-Ansprüche in einer Swiss-Re-Analyse bei Waymo unter dem Vergleichswert menschlich gesteuerter Fahrzeuge. Die Auswertung bezieht sich auf 25,3 Millionen gefahrene Meilen. (Waymo)

Weitere Quellen: