Der smarte Kühlschrank schlägt ein Rezept auf Basis seines Inhalts vor, während der Saugroboter auf der Suche nach Krümeln und Staub selbstständig seine Runden durch die Wohnung dreht. Von unterwegs aus wird via App schon mal der Backofen vorgeheizt, während sich die Heiztemperatur bequem vom Sofa aus via Sprachsteuerung erhöhen lässt. Und im Urlaub schlägt das Smartphone Alarm, falls sich etwas Verdächtiges zu Hause tut. Smart-Home-Anwendungen erfreuen sich bei den Deutschen zunehmend an Beliebtheit: Verfügten im Jahr 2018 gerade einmal 26 Prozent der Haushalte über vernetzte Produkte, sind es inzwischen 41 Prozent. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung, die im Sommer 2021 im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt worden ist.
Flexible Anwendungen
Nach wie vor kommt die smarte Beleuchtung am häufigsten zum Einsatz, gefolgt von Anwendungen im Bereich Sicherheit in Form von intelligenter Videoüberwachung und smarten Alarmanlagen. „Die meisten Smart-Home-Systeme lassen sich unkompliziert zu Hause einsetzen, installieren und beliebig erweitern. Die Geräte der einzelnen Hersteller werden zunehmend untereinander kompatibel, sodass sie sich untereinander vernetzen oder über eine gemeinsame Plattform steuern lassen“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Smart-Home-Anwendungen machen das Leben komfortabler, sicherer und auch klimafreundlicher.“ Insbesondere für Hausbesitzer lohne sich der Einsatz intelligenter Heiz- und Klimatechnik, etwa von smarten Heizkörpern und Thermostaten. Sie sind in der Lage, die Temperatur im Eigenheim immer optimal anzupassen – beispielsweise abhängig davon, ob gerade gelüftet wird, ob Personen anwesend sind und teilweise sogar unter Berücksichtigung der Wettervorhersage.
Bedenken bei Nichtnutzern des Smart-Home-Marktes
Bedenken von Nicht-Smart-Home-Nutzern sind vor allem finanzieller Natur, sprich ein zu hoher Preis, und bezüglich der Komplexität bei der Bedienung und der Installation der Anwendungen. Die meisten Verbraucher haben allerdings Sicherheitsbedenken: 41 Prozent befürchten einen Hackerangriff, 39 Prozent haben Angst vor dem Missbrauch persönlicher Daten und 32 Prozent sorgen sich generell um ihre Privatsphäre. Der Rat des Experten: „Gerade bei Smart-Home-Geräten sollte man nicht unten in die Ramschkiste greifen, sondern auf nach internationalen Standards zertifizierte Produkte achten. Sie machen Smart-Home-Anwendungen gegen Angriffe von außen ausgesprochen sicher. Dabei sind auch die Nutzerinnen und Nutzer gefragt, etwa wenn es um den Schutz ihres eigenen WLANs oder regelmäßige Updates der Geräte geht.“
Quellen:
Verbraucherzentrale: Smart Home - Das "intelligente Zuhause"
bitkom: Das intelligente Zuhause: Smart Home 2021