Sie kommen mitten am Tage – in der Regel zwischen 10 und 20 Uhr. Rund 70 Prozent aller Wohnungseinbrüche finden nach Angaben des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) statt, wenn Einbrecher ein leeres Haus erwarten, weil die Bewohner bei der Arbeit oder im Urlaub sind. Eine Möglichkeit, Einbrecher abzuschrecken, ist also, Anwesenheit vorzutäuschen. Außen steuern Bewegungsmelder Lampen, in Innenräumen simulieren technische Geräte Geräuschkulissen wie Stimmen oder Radio vor.
Sicher dank guter Schlösser
Wer sich nicht nur auf die Täuschung verlassen möchte, investiert in stabile Schlösser mit hohem Sicherheitsstandard. Denn die meisten Einbrecher sind Gelegenheitstäter. Können sie ein Schloss nicht in fünf Minuten knacken, brechen sie ab, weiß die Polizei. Türen ohne hohen Sicherheitsstandard können aufgerüstet werden: Stangenschlösser werden vertikal angebracht und verhaken sich in Fußboden und Decke; Querriegelschlösser, auch Panzerriegel genannt, verlaufen über die gesamte Türblattbreite. Fenster dagegen lassen sich durch Kastenzusatzschlösser oder Mehrfachverriegelungen schützen.
Einbrecher abschrecken: Warnmelder schlagen Alarm
Elektronische Installationen dienen vor allem der Einbruchmeldung an Polizei oder Sicherheitsfirma. An Fenstern und Türen nehmen Glasbruchmeldeanlagen Vibrationen an der Glasscheibe wahr und funken ein Signal an die Anlagenzentrale, die eine Sirene auslöst. Die sogenannte Außenhautüberwachung dagegen löst bereits Alarm aus, bevor die Einbrecher eingedrungen sind. In der Wohnung selbst arbeiten Dualmelder effektiv mit mehreren Techniken: Per Infrarot wird die Temperatur, per Ultraschall die Bewegung überwacht. Erst wenn beide sich gegenseitig bestätigen, wird Alarm ausgelöst. Mit sogenannten Mehrzonen-Kombianlagen lassen sich mehrere Bewegungsmelder gleichzeitig über eine Zentrale per Funk steuern und koordinieren. Allerdings können im Haushalt lebende Haustiere auch unfreiwillig Alarm auslösen.