Die Standorte, deren Kampfstärke, ihre Ausrüstung und die Versorgungslage sind Indikatoren für den Zustand sowohl der eigenen Truppen wie auch für die Einsatzbereitschaft der Gegner. Für die Aufklärung dieser Faktoren sind Daten, etwa aus der Satellitenbeobachtung, entscheidend. Sie liefern Bilder von Schlachtfeldern, von Versorgungsrouten, von Ausrüstung und Truppenstärke. In Verbindung mit Geolokalisierung und Timecodes entsteht am Computer ein detailliertes, digitales Lagebild – direkt aus dem Orbit in der Cloud. Diese digitale Vernetzung macht „ELOKA“ – also die elektronische Kampfführung – zu einer wichtigen Waffe. Im engen Verbund mit Künstlicher Intelligenz und Datenanalyse gilt sie inzwischen als integraler Bestandteil von militärischen Operationen.
Elektronische Kampfführung: Kontrolle über Cyberräume
Bei der Analyse der Kampfführungen in aktuellen Kriegsgebieten haben die Verantwortlichen gelernt, dass es sich hierbei um strategische Waffensysteme handelt. Sie werden von allen beteiligten Seiten extrem schnell weiterentwickelt. Denn als Faustformel gilt: Wer den Cyberraum kontrolliert, bestimmt das Kampfgeschehen. Deshalb sind die wichtigsten Kriterien für deren Schutz Resilienz, Souveränität und Datenhoheit. Die ELOKA-Spezialeinheiten setzen bei Verteidigung und Gegenangriff auf sogenannte Jammer und Spoofer. Mit diesen stören sie Signale oder verfälschen sie. Damit ist die Widerstandsfähigkeit für die Kommunikation zwischen Cloud und Gefechtsstand entscheidend. Um überhaupt einsatzfähig zu bleiben, ist der Einsatz von neuen und immer stärkeren Sendern notwendig – dies ist die Rüstungsspirale der elektromagnetischen Kriegsführung. Eine zweite Strategie ist es, die Rechenzentren direkt anzugreifen und auszuschalten. Das größte Risiko besteht in der Nutzung von IT-Komponenten, die einen Cyberangriff von außen ermöglichen. Mit abgesicherten, geprüften und zertifizierten Komponenten gelten die Clouds als sicher und souverän.
Satelliten beobachten die eigenen Truppen wie auch die Bewegungen der Gegner.
Angriff auf die terrestrische Infrastruktur
Für die Datenhoheit sollten nur Informationen aus absolut vertrauenswürdigen Quellen in die Systeme eingespeist werden. Die können von den eigenen Satelliten stammen, von Drohnen oder Radargeräten. Die „Command, Control and Surveillance“-Systeme steuern die Satelliten. Sie verfeinern und ergänzen Bilder mit GPS-Daten, verbinden sie mit auf die Millisekunde genauen Timecodes. Und sie sorgen für den reibungslosen Datenaustausch zwischen Orbit, Generalstab und Schützengräben.