Immer mehr Hausbesitzer setzen auf Wärmepumpen, um Gebäude zu heizen. Forschende der ETH Zürich haben nun in einer europaweiten Feldstudie untersucht, wie effizient Wärmepumpen laufen. Das Ergebnis: Während des Beobachtungszeitraums zeigte sich, dass die Anlagen oft nicht optimal konfiguriert sind. So lagen die Anlagen mit dem niedrigsten Wirkungsgrad zum Teil um das Zwei- bis Dreifache unter jenen mit dem höchsten Wirkungsgrad. Durch eine Optimierung der Heizkurveneinstellung ließe sich dieses Problem für viele Anlagen laut den Studienautoren beheben. Darüber hinaus zeigen die ETH-Forschenden, dass jedes zehnte System überdimensioniert war. Für die vorherrschenden Gebäudebedingungen hätte auch eine leistungsschwächere Anlage ausgereicht.
System mit vielen Vorteilen
Dennoch ist klar: Wärmepumpen zählen zu den umweltschonendsten derzeit verfügbaren Heizsystemen in Wohngebäuden, da sie natürliche Wärme aus Umgebungsluft, Grundwasser oder Erdreich nutzen. Dank hoher Effizienz sind bei dieser Lösung niedrige Heizkosten garantiert. Zwar wirken Wärmepumpen bei der Gesamtinvestition zunächst teurer als konventionelle Heizungskessel, vor allem wenn Wärmequellen wie Wasser oder Erdwärme erschlossen werden müssen. Doch im Neubau etwa entfallen Zusatzkosten wie der Gasanschluss, der Bau eines Schornsteins oder der regelmäßige Schornsteinfegerbesuch. Besonders günstig sind Wärmepumpen, wenn sie mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben werden. Fest steht insgesamt: Wird die Wärmepumpe effizient betrieben, gleichen die günstigen Heizkosten die Anschaffungskosten langfristig aus.
Mehr Energieeffizienz: Auch in alten Häusern nutzbar
Übrigens eignen sich Wärmepumpen nicht nur für Neubauten, sondern auch für ältere Häuser. Allerdings sollten Dach und Fenster saniert sein, damit nicht zu viel Wärme entweicht. Zudem sind Fußbodenheizungen ein Vorteil, da sie mit ihrer großen Fläche auch bei niedrigen Vorlauftemperaturen für ausreichend Wärme sorgen. Generell gilt: Je höher der Wirkungsgrad der Wärmepumpe und je geringer der Energiebedarf des Hauses, desto niedriger fallen die laufenden Kosten aus – und umgekehrt.