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In Kombination mit Photovoltaik ist die Wärmepumpe unschlagbar. In Kombination mit Photovoltaik ist die Wärmepumpe unschlagbar.

Energieeffizienz

Heizen mit Weitblick

Wärmepumpensysteme zählen zu den besten Lösungen auf dem Weg zur Klimaneutralität in Wohngebäuden. Zwar ist die Technik im Vergleich zu anderen Heizsystemen noch immer nicht wirklich günstig. Dafür gleichen sich die Anschaffungskosten durch die Einsparungen im Betrieb aber langfristig eindeutig aus.

JB
· 2025

Immer mehr Hausbesitzer setzen auf Wärmepumpen, um Gebäude zu heizen. Forschende der ETH Zürich haben nun in einer europaweiten Feldstudie untersucht, wie effizient Wärmepumpen laufen. Das Ergebnis: Während des Beobachtungszeitraums zeigte sich, dass die Anlagen oft nicht optimal konfiguriert sind. So lagen die Anlagen mit dem niedrigsten Wirkungsgrad zum Teil um das Zwei- bis Dreifache unter jenen mit dem höchsten Wirkungsgrad. Durch eine Optimierung der Heizkurveneinstellung ließe sich dieses Problem für viele Anlagen laut den Studienautoren beheben. Darüber hinaus zeigen die ETH-Forschenden, dass jedes zehnte System überdimensioniert war. Für die vorherrschenden Gebäudebedingungen hätte auch eine leistungsschwächere Anlage ausgereicht.

System mit vielen Vorteilen

Dennoch ist klar: Wärmepumpen zählen zu den umweltschonendsten derzeit verfügbaren Heizsystemen in Wohngebäuden, da sie natürliche Wärme aus Umgebungsluft, Grundwasser oder Erdreich nutzen. Dank hoher Effizienz sind bei dieser Lösung niedrige Heizkosten garantiert. Zwar wirken Wärmepumpen bei der Gesamtinvestition zunächst teurer als konventionelle Heizungskessel, vor allem wenn Wärmequellen wie Wasser oder Erdwärme erschlossen werden müssen. Doch im Neubau etwa entfallen Zusatzkosten wie der Gasanschluss, der Bau eines Schornsteins oder der regelmäßige Schornsteinfegerbesuch. Besonders günstig sind Wärmepumpen, wenn sie mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben werden. Fest steht insgesamt: Wird die Wärmepumpe effizient betrieben, gleichen die günstigen Heizkosten die Anschaffungskosten langfristig aus.

Mehr Energieeffizienz: Auch in alten Häusern nutzbar

Übrigens eignen sich Wärmepumpen nicht nur für Neubauten, sondern auch für ältere Häuser. Allerdings sollten Dach und Fenster saniert sein, damit nicht zu viel Wärme entweicht. Zudem sind Fußbodenheizungen ein Vorteil, da sie mit ihrer großen Fläche auch bei niedrigen Vorlauftemperaturen für ausreichend Wärme sorgen. Generell gilt: Je höher der Wirkungsgrad der Wärmepumpe und je geringer der Energiebedarf des Hauses, desto niedriger fallen die laufenden Kosten aus – und umgekehrt.

 

Wärmepumpen zählen zu den umweltschonendsten verfügbaren Heizsystemen in Wohngebäuden.

Schon gewusst?

Ist es im Winter knackig kalt, bringt die Wärmepumpe wohlige Wärme in die eigenen vier Wände. Doch auch jetzt im Hochsommer steht der Allrounder nicht still. Denn viele Wärmepumpen heizen nicht nur – sie kühlen auch. Dazu wird der Kreislauf umgekehrt: Ähnlich einem Kühlschrank entzieht die Wärmepumpe dem Haus Wärme und gibt sie nach außen ab. Möglich ist das mit sogenannten reversiblen Wärmepumpen, die speziell für den Kühlbetrieb ausgelegt sind. Für effektives Kühlen braucht es ein geeignetes Heizsystem, etwa eine Fußboden- oder Wandheizung oder spezielle Gebläsekonvektoren. Wichtig: Nicht jede Wärmepumpe kann kühlen – deshalb gilt es, beim Kauf auf die entsprechende Funktion oder Nachrüstmöglichkeit zu achten. So bleibt das Zuhause auch an heißen Tagen angenehm temperiert.

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