Moderne Gebäudetechnik kommt Nutzern und Eigentümern gleichermaßen zugute. Eine smarte Steuerung von Lüftung, Heizung und Klima sorgt für beste Bedingungen zu jeder Tageszeit. Die Abstimmung der einzelnen Systeme trägt dazu bei, Gebäude optimal zu betreiben. Dabei sind Smart-Building-Lösungen schon im Kleinen sinnvoll. So signalisiert beispielsweise ein Temperatursensor im Raum dem System: Ich müsste jetzt heizen. Da aber die Sonne scheint, öffnen sich die Jalousien, um die Wärme in das Gebäude zu leiten, anstatt dass die Heizkörper diese Aufgabe übernehmen.
Große Gebäude – großes Potenzial
Klar ist also: Eine smarte Gebäudeautomation kann die Effizienz einer Immobilie deutlich und vor allem intelligent steigern. Das gilt für alle Zweckgebäude, angefangen bei Bürogebäuden über Altenheime bis zu Einkaufszentren. Laut dem Zentralverband Elektrotechnik- und Elektroindustrie e. V. lässt sich durch den Einsatz entsprechender Produkte und Lösungen etwa der Energiebedarf eines Bürogebäudes um bis zu 30 Prozent reduzieren. Ein weiterer Pluspunkt: Wenn sich im Laufe der Zeit die Anforderungen an die vernetzte Technik ändern, lässt sich ein Smart Building problemlos erweitern. So steigert beispielsweise die Einbindung erneuerbarer Energiequellen wie Photovoltaikanlagen oder Blockheizkraftwerken in die bedarfsgerechte Gebäudeautomation die Betriebseffizienz. Denkbar in diesem Zusammenhang ist auch die Integration von Wärmepumpen oder Ladesäulen für E-Mobilität.
Gebäudeautomatisierung: Mit Intelligenz in die Zukunft
Eines der smartesten Bürogebäude Europas steht in Amsterdam. Knapp 30.000 Sensoren erfassen dort die Raumtemperatur und die Luftfeuchtigkeit genauso wie die Nutzung und Präsenz der einzelnen Mitarbeiter. Zugleich meldet sich die Kaffeemaschine, wenn die Bohnen alle sind, oder der Wasserhahn, wenn er tropft. Auch das Regenwasser wird gesammelt und etwa für die Spülung der Toiletten verwendet. Insgesamt wird dank der cleveren Technologien und der Effizienz eines thermischen Untergrundspeichers mehr Energie produziert als die Angestellten verbrauchen können.
„Durch die Digitalisierung und das Internet of Things entwickelt sich das smarte Gebäude in Zukunft noch einmal weiter. Im Smart Building steht künftig der Nutzer im Mittelpunkt“, sagt Anke Hüneburg, Leiterin des Bereichs Energie im Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e. V. Sie fügt hinzu: „Statt gleicher Bedingungen für alle zu schaffen, passt es sich den Bedürfnissen und Wünschen des Einzelnen an“.