Seit einigen Jahren ist das Gebäudeenergiegesetz eines der Fundamente, um die Energiewende zu stemmen. Dieses Gesetz wurde nötig, da, verglichen mit der bisherigen Energieversorgung, die neu aufgebauten Strukturen wesentlich komplexer und verzweigter sind. Anders als beim Verbrennen von Öl oder Erdgas muss eine Anzahl moderner Technologien mit breit gefächerten und untereinander verlinkten Systemen verbunden werden. Das angestrebte Ziel ist ehrgeizig – in rund 15 Jahren soll die Energieversorgung dezentral, multidirektional und digital sein. Die Experten erwarten viele kleine Einheiten, die, von Software gesteuert, präzise zusammenspielen. Heute errichten unzählige Unternehmen hierfür die Grundlagen.
Die Finanzierung vieler Hausbesitzer steht bereits, jetzt fürchten sie um ihre Investitionen.
Unsicherheit über das Gebäudeenergiegesetz verzögert Investitionen
Doch jetzt lösen Diskussionen über eine Rücknahme der Regelungen Irritationen aus. Industrie, Handwerk und Gebäudeeigentümer haben sich längst auf die Vorgaben des Gesetzes eingestellt. Die benötigten Geräte sind auf dem Markt, Software und künstliche Intelligenz warten in den Rechenzentren auf ihren Einsatz. Die Finanzierung vieler Hausbesitzer steht. Das Know-how rund um Technik, Förderprogramme, Umsetzung und Einbau wird längst in unzähligen Projekten angewendet. In der Industrie arbeiten rund 70.000 Menschen an der Herstellung der Hardware. Hinzu kommen Techniker und Handwerksbetriebe, Softwareentwickler, die ein digitales Ökosystem oder KI-Systeme programmieren – für die Steuerung und Verzahnung von Wärmepumpen, Stromsystemen, PV-Anlagen und die Anforderungen der Hausbesitzer und Mieter. Sollten die Beteiligten jetzt gezwungen sein, ihr Engagement zu überdenken, könnte die Folge eine unnötige und sehr teure Zurückhaltung am Wärmemarkt sein. Hohe Investitionen würden mit einem Schlag verloren gehen.