In deutschen Chefetagen mangelt es an ausreichender Kompetenz im Bereich der generativen künstlichen Intelligenz (KI). So nutzen laut einer Studie von Sopra Steria und dem F.A.Z.-Institut derzeit lediglich 26 Prozent der befragten Unternehmen solche Anwendungen explizit auf Vorstandsebene – ein Indiz dafür, dass immer noch zu oft zu wenig strategisch gehandelt wird. Zudem gehen zwei Drittel der Führungskräfte selbstkritisch davon aus, dass Entscheider ohne fundiertes KI-Verständnis mittelfristig aus den Führungsetagen verdrängt werden. Gleichzeitig erwarten 52 Prozent, dass künftig vor allem Geschäftsmodelle dominieren, die vollständig auf generativer KI basieren.
Diese Entwicklung ist Teil eines umfassenden Strukturwandels der Arbeitswelt, bei dem technologische Innovationen wie KI nur eine von mehreren Triebfedern sind. Neben der Digitalisierung zählen auch hybride Arbeitsformen, neue Anforderungen an Führungskultur und Mitarbeiterorientierung sowie der demografische Wandel zu den zentralen Einflussfaktoren.[1] Zukunftsfähige Organisationen benötigen daher nicht nur technologische Kompetenzen, sondern auch die Fähigkeit, ihre Unternehmenskultur und Arbeitsmodelle flexibel und menschenzentriert weiterzuentwickeln.