In der 15-Minuten-Stadt spielt der Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs eine sehr wichtige Rolle. Busse und Bahnen müssen häufiger und zuverlässiger fahren, um attraktive Alternativen zum Auto zu bieten. Zudem können Apps und digitale Plattformen die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel und anderer Mobilitätsangebote wie E-Roller und E-Scooter erleichtern. Dessen ungeachtet gilt das Fahrrad als ein Schlüssel zur 15-Minuten-Stadt. Fahrräder sind umweltfreundlich, fördern die Gesundheit und bieten eine flexible Möglichkeit, sich in der Stadt fortzubewegen. Der Umstieg auf das Rad reduziert den CO₂-Ausstoß erheblich. Laut Umweltbundesamt ist der Verkehrssektor in Deutschland für etwa 22 Prozent der Emissionen verantwortlich. Durch den verstärkten Einsatz von Fahrrädern könnten diese Zahlen drastisch gesenkt werden.
Ein weiterer Vorteil ist die Entlastung der Verkehrswege. Weniger Autos auf den Straßen führen nicht nur zu besserer Luftqualität, sondern auch zu weniger Staus. In vielen Städten werden deshalb Radwege ausgebaut, um den Umstieg auf das Fahrrad zu erleichtern. Und auch immer mehr Unternehmen beteiligen sich und bieten ihren Mitarbeitenden Dienstfahrräder per Miete, Leasing oder Überlassung. So ganz uneigennützig ist das nicht: Wer mit dem Rad ins Büro fährt, fehlt seltener krankheitsbedingt, fühlt sich weniger gestresst und ist zufriedener.