4 Abschnitte in einem Bild: Photovoltaikanlagen, Rapsfeld, Windräder, Strommast
Saubere Energie wird zum Standortvorteil der Kommunen.

Kommunale Energiewende

Teilhabe am wirtschaftlichen Erfolg von Nachhaltigkeit

Egal, ob Autohersteller, Supermarktketten, Chemieindustrie – große Konzerne sind auf dem Weg, ihre CO₂-Footprints zu reduzieren. Damit kommen auch deren Zulieferbetriebe in die Pflicht, saubere Energie zu nutzen. Für Kommunen ist dies ein marktwirtschaftlicher Ansatzpunkt, um direkt vor Ort Energie und Wärme zu produzieren, sie zu verkaufen und gleichzeitig Biodiversität und Artenschutz auf den Flächen sicherzustellen.

Erschienen in

Klimaschutz und Energiewende

am 21. Mai 2025 in „Frankfurter Allgemeine Zeitung“
Mit welchen Methoden und Strategien die Bundesregierung die Klimaziele bis zum Jahr 2030 erreichen möchte, wird sie in den nächsten Wochen erklären. Für die Regierenden gilt es zu bedenken, dass Hunderttausende Menschen mit großem Mut und hohen Investitionen in neue...

 

Wärmenetze bieten eine wesentliche Infrastruktur für Kommunen und Gemeindeverbünde.

Stadtwerke sind häufig lediglich Reseller von Strom, Gas und auch Wärme. Doch für die Verantwortlichen ist es höchste Zeit, neue Geschäftsmodelle zu diskutieren. Sie können prüfen, ob ein flächendeckender und dezentraler Ausbau der Stromerzeugung in Eigenverantwortung der Kommunen profitabel sein kann. Ein entscheidender Aspekt dieser Diskussion ist, dass die Wertschöpfung in der Region stattfindet. Für Expertinnen und Experten ist dies ein wichtiges Argument, um die Akzeptanz in der Bevölkerung insbesondere für die Stromproduktion mit Windrädern und Sonne zu steigern. Denn es sind die Kommunen selbst, die Flächen für die Energieversorgung auswählen, zur Verfügung stellen und dann an Produktion und Betrieb – regional oder überregional – verdienen. Dabei sehen Experten verschiedene Möglichkeiten der Wertschöpfung. Die Betriebsanlagen werden in der Verantwortung der Kommune oder deren Stadtwerken, vielleicht von einer Genossenschaft oder auch im Rahmen eines Joint Venture mit Projektentwicklern errichtet und betrieben.

FAQ: Kommunale Energiewende

Was bedeutet kommunale Energiewende?
Die kommunale Energiewende beschreibt den Ausbau erneuerbarer Energien auf Ebene von Städten und Gemeinden. Kommunen übernehmen dabei eine aktive Rolle bei der Strom- und Wärmeerzeugung, etwa durch Windkraft-, Solar- oder Nahwärmeprojekte, um CO₂-Emissionen zu senken und unabhängiger von fossilen Energieträgern zu werden.

Warum stehen Kommunen beim Ausbau erneuerbarer Energien besonders im Fokus?
Große Konzerne sind zunehmend verpflichtet, ihren CO₂-Footprint zu reduzieren. Dieser Druck wirkt entlang der gesamten Lieferkette bis in die Regionen. Kommunen können davon profitieren, indem sie klimafreundliche Energie direkt vor Ort produzieren und Unternehmen ein nachhaltiges Umfeld bieten.

Welche Rolle spielen Stadtwerke bei der kommunalen Energieversorgung?
Stadtwerke können sich vom reinen Energie-Reseller zum Produzenten entwickeln. Durch eigene Wind-, Solar- oder Wärmeanlagen entstehen neue Geschäftsmodelle, bei denen die Wertschöpfung in der Region bleibt und die Versorgungssicherheit steigt.

Wie profitieren Bürgerinnen und Bürger von kommunalen Energieprojekten?
Bürgerinnen und Bürger profitieren durch:

  • Mitspracherechte bei Planung und Gestaltung

  • Beteiligungsmöglichkeiten über Genossenschaften

  • neue Arbeitsplätze vor Ort

  • stabile oder günstigere Energiepreise

  • Eine transparente Einbindung erhöht zudem die Akzeptanz für Wind- und Solarprojekte.

Moderne Lebenswelten in Dörfern

Bei diesen Modellen können die Bürgerinnen und Bürger bei der Gestaltung der Anlagen das letzte Wort haben. Viele Menschen sehen in Windparks oder Solaranlagen eher Umweltzerstörer als Umweltretter. Deshalb ist es ratsam, bei Design und Bau immer auch die Themen Artenschutz, landwirtschaftliche Nutzung und Biodiversität zu berücksichtigen. Projektentwickler verweisen auf Erfolgsgeschichten, die Kommunen mit der eigenen Energieversorgung angestoßen haben. Lokale Handwerksbetriebe übernehmen Wartung und Ausbau der Anlagen. Die Kommunen erzielen höhere Einnahmen bei Steuer und Pacht. Im besten Fall bringen die neuen Technologien Arbeitsplätze und damit neue Bürgerinnen und Bürger in die Region. Zusätzlich reduzieren sie ihre Ausgaben, da sie ansehnliche Einsparungen bei den bisher benötigten fossilen Brennstoffen erzielen. Der ESG-Bericht dreht ins Positive und macht die Regionen für all diejenigen interessant, deren Unternehmen ein klimaneutrales Umfeld zum Investieren suchen. So klingeln die Kassen, die Regionen haben teil am wirtschaftlichen Erfolg der Nachhaltigkeit.

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