Nach Schätzungen von Marktanalysten werden in diesem Jahr mehr als 40 Milliarden IoT-Devices – also digital gesteuerte Geräte mit Verbindung an Datennetze oder an das Internet – im Einsatz sein. Dazu zählen neben alltäglichen Geräten wie Smartphones, Autos, Smart-Home-Steuerungen auch unternehmenskritische Maschinen, Steuerungsanlagen und Roboter. Inzwischen gibt es Lagerhallen oder Produktionsstandorte, die vollständig automatisiert arbeiten und aus dem Homeoffice der Administratoren über Datennetze gesteuert werden. Doch schon das Smartphone zeigt, wie anfällig und riskant die Arbeit mit digitalen Devices ist. Nach wenigen Jahren stellen die Hersteller den Support und die Updates ein. Ab diesem Moment kann das Telefon zur Gefahr werden. Ohne Sicherheitsupdates werden Smartphone und auch Tablets der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Einfallstor in die Unternehmensanwendungen – Angreifer verschaffen sich auf diesem Weg den Zutritt in ERP-Systeme, Vertriebssysteme, E-Mail-Kommunikation.
KRITIS-Sicherheit: Politik diskutiert über sichere Komponenten
Noch kritischer sind all jene Komponenten, die direkt in die Infrastrukturen integriert werden und dort Systeme managen. Innerhalb der Netzwerke leiten und steuern sie Datenströme oder sind eben auch für die Sicherheit verantwortlich. So gab es Diskussionen bis hinauf ins Parlament und in das Bundeskanzleramt, ob der Einsatz von Hardware und Software bestimmter asiatischer Hersteller verboten werden soll – aus Furcht, in die Geräte könnten „Backdoors“ eingebaut sein.
Über diese Hintertüren können Unternehmen oder auch kriminelle Hacker und Geheimdienste den Telefon- und Datenverkehr mithören und mitschneiden und auch fälschen. Für die angreifenden Firmen kann diese Industriespionage ein lohnendes Zusatzgeschäft sein. Den Geheimdiensten wird es möglich, im richtigen Moment die gesamte Energieversorgung oder auch das Gesundheitssystem einer Region zum Kollabieren zu bringen. Genau dies ist innerhalb des viel zitierten Cyberwars einer der entscheidenden Angriffsvektoren.
Smartphones, Autos, Smart Homes gelten als Risiken für die kritischen Infrastrukturen.
KI-Agenten gehen auf Patrouille
Um ihre Pflichten aus der KRITIS-Gesetzgebung zu erfüllen, sind die Betreiber auf Automatisierung für das permanente Monitoring aller Komponenten angewiesen. Hierfür sind KI-Agenten auf Patrouille in den Netzwerken unterwegs. Sie kontrollieren nicht nur die Datenströme auf Eindringlinge oder aggressive Schadsoftware – sie dokumentieren und katalogisieren auch die zum Teil jahrzehntealten Systeme, für die es häufig keine Dokumentation oder Software-Updates mehr gibt.
Herausforderungen für kleine Unternehmen
Kleinere mittelständische Unternehmen stehen vor besonderen Herausforderungen:
- Begrenzte Ressourcen: Weniger finanzielle Mittel für Forschung und Entwicklung.
- Fachkräftemangel: Schwierigkeiten, qualifiziertes Personal zu gewinnen und zu halten.
- Regulatorische Hürden: Komplexe Vorschriften und Bürokratie erschweren Innovationsprozesse.
Diese Faktoren führen dazu, dass kleinere Unternehmen seltener Innovationen hervorbringen und somit ihre Wettbewerbsfähigkeit gefährdet ist.
Handlungsempfehlungen für den Mittelstand
- Förderprogramme nutzen: Programme wie das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) bieten finanzielle Unterstützung für Innovationsprojekte.
- Kooperationen eingehen: Zusammenarbeit mit Start-ups, Hochschulen und Forschungseinrichtungen kann den Zugang zu neuen Technologien erleichtern.
- Digitale Kompetenzen stärken: Investitionen in die digitale Weiterbildung der Mitarbeiter sind essenziell.
- Innovationskultur fördern: Eine Unternehmenskultur, die Kreativität und Risikobereitschaft unterstützt, ist entscheidend für nachhaltige Innovationen
Fazit: Zukunft sichern durch Innovation
Die Innovationskraft des Mittelstands ist ein entscheidender Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit der deutschen Wirtschaft. Während große Mittelständler und Hidden Champions ihre Innovationsaktivitäten ausbauen, müssen kleinere Unternehmen gezielt unterstützt werden, um nicht den Anschluss zu verlieren. Durch die Nutzung von Förderprogrammen, den Ausbau digitaler Kompetenzen und die Förderung einer innovationsfreundlichen Unternehmenskultur kann der Mittelstand seine Rolle als Innovationsmotor weiterhin erfolgreich ausfüllen.
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