Nach langen Diskussionen werden sich die NATO-Staaten verpflichten, 1,5 Prozent ihres Bruttosozialproduktes für den Ausbau der Infrastrukturen und Verkehrswege zu investieren. Doch wenn die Verantwortlichen über Verbesserung und Erweiterung der Infrastrukturen nachdenken – auch mit Blick auf deren Ertüchtigung für die militärische Nutzung –, werden sie feststellen, dass es längst nicht nur um Asphaltieren und Betonieren, Bauen und Konstruieren von Straßen oder Bahnlinien geht.
Wichtig sind auch Lagerhallen und Hafenkräne, Packmittel und Behälter, Paletten und Tanks, ohne die das Lagern und der Transport von Gütern, Geräten oder Nachschub nicht möglich wäre. Bei der Auswahl der richtigen Verpackung gilt es für die Logistiker, einige Kriterien zu bedenken, dazu zählen Stabilität, Gewicht, Nachhaltigkeit, Gesetze und Verordnungen und natürlich Kosten.
Militärlogistik: Paletten und Container
Holz ist seit Jahrhunderten der erprobteste und wichtigste Rohstoff für Verpackungen und Behälter. Da Holz ein nachwachsender Rohstoff ist, gilt es im Vergleich zu Kunststoffen als nachhaltig und klimafreundlich. Holzpaletten sind im Verbund mit Containern die wichtigsten Packmittel im globalen Handel.
Holz leistet gute Dienste, wenn es um nachhaltigen und robusten Transport geht.
Offensichtlich ergänzen sich in den Lieferketten Stahl und Holz sehr gut. Bei anderen Aufgaben sind Kunststoffe und Stahl allerdings die bessere Wahl. Dazu zählt der Transport von Flüssigkeiten oder Gasen.
Behälter für Just-in-Time-Produktion
Kunststoff hat auch dort Stärken, wo Komponenten und Bauteile für die industrielle Fertigung transportiert oder gelagert werden. Die können aus der Produktionshalle des Zulieferbetriebs direkt an die Fertigungslinien des Herstellers geliefert werden. Auf beiden Seiten gibt es standardisierte Lagerflächen, Transportfahrzeuge, die speziell auf diese Behälter zugeschnitten sind.
Mit einem digitalen Behältermanagement haben beispielsweise die großen Autohersteller den Kreislauf zwischen den zwei Produktionsstätten abgebildet und digitalisiert. So stellen sie sicher, dass zu jeder Zeit exakt die Menge an Transportmitteln zur Verfügung steht, die für die Produktion benötigt wird.