Mobility Hubs wie in Heidelberg integrieren weitere Mobilitätsangebote und Sonderflächen. SkyHub Property SCS
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Mobilitätslösungen

Vernetzte Mobilität, smarte Infrastruktur

Mobilität entscheidet sich heute weniger im Fahrzeug als in der Infrastruktur. Städte, Unternehmen und Investoren stehen vor der gleichen Aufgabe: Mobilität gezielt zu steuern und intelligent zu vernetzen sowie öffentlichen Raum effizient zu nutzen. Gefragt sind belastbare Mobilitätsdaten und integrierte infrastrukturelle Lösungen wie Mobility Hubs.

Von Gregor Hensel, Geschäftsführer der GOLDBECK Parking Services GmbH, und Christopher Conrads, Produktmanager Parkhäuser bei GOLDBECK
· 2026

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GOLDBECK GmbH
Ummelner Straße 4-6
33649 Bielefeld
Web: https://www.goldbeck.de/

Erschienen in

Mobilität & Energie im Umbruch

am 30. März 2026 in „Handelsblatt“
Energie und Mobilität im Umbruch – das klingt zunächst nach großer Politik. Tatsächlich vollzieht sich der Wandel aber nicht allein in politischen Debatten, sondern immer öfter vor der eigenen Haustür: an der Ladesäule daheim oder auf dem Firmenparkplatz, in...

Die Mobilitätswende ist längst kein Zukunftsthema mehr. In wachsenden Städten und verdichteten Regionen treffen steigende Mobilitätsbedarfe auf knappe Flächen und hohe wirtschaftliche Anforderungen. Erreichbarkeit bleibt ein zentraler Standortfaktor, zugleich wächst der Anspruch, Verkehr effizienter, leiser und emissionsärmer zu organisieren. Lösungen müssen heute funktionieren und sich morgen flexibel anpassen.

Parken bleibt relevant. Aber anders.

Parkimmobilien spielen weiterhin eine wichtige Rolle: Sie bündeln Verkehr, entlasten Straßen und sichern die Erreichbarkeit von Quartieren, Innenstädten und Unternehmensstandorten. Gleichzeitig zeigt sich, dass klassische Parkstrukturen allein nicht mehr ausreichen, um Mobilität gezielt zu steuern. Solange Parklösungen isoliert betrachtet werden, bleiben wertvolle Potenziale ungenutzt. Entscheidend ist, wie Parkraum in ein ganzheitliches Mobilitätssystem eingebunden wird.

Modernes, begrüntes Parkhaus von außen
GOLDBECK Mobility Hubs ermöglichen eine nachhaltige Stadtentwicklung. Bild: Chris Roe
Vernetzte Mobilität braucht Daten

Viele Städte tappen hinsichtlich des Verkehrs jedoch im Dunkeln. Erst verlässliche Daten machen sichtbar, wie Mobilität tatsächlich funktioniert. In der Praxis bleibt dieses Bild oft lückenhaft, insbesondere beim ruhenden Verkehr. Verkehrszählungen bieten nur Momentaufnahmen, Apps oder ÖPNV-Daten liefern isolierte Einblicke. Ohne belastbare Informationen zu Parkflächenauslastung und Bewegungsmustern bleibt eine Verkehrssteuerung unscharf.

Mobilität wird dort effizient, wo sie gebündelt, messbar und auswertbar ist. Intelligent vernetzte Daten schaffen Transparenz über Nutzung, Spitzenzeiten und Verkehrsströme. Sie bilden die Grundlage für fundierte Entscheidungen in der Verkehrssteuerung und Stadtentwicklung. Parksuchverkehr lässt sich reduzieren, Stellflächen gezielter bewirtschaften und Investitionen in Ladeinfrastruktur oder neue Mobilitätsangebote am realen Bedarf ausrichten. Mobilität wird damit planbar statt zufällig.

Ein Teil dieser Daten entsteht außerhalb des öffentlichen Verkehrs – in den Parkobjekten selbst. Parkraumbetreiber und private Mobilitätsdienstleister sehen, wie Flächen genutzt werden und wo Engpässe auftreten. Diese Perspektive ergänzt die kommunale Sicht und vervollständigt das Gesamtbild. Dort, wo öffentliche und private Daten zusammengeführt werden, entsteht die Grundlage für eine wirksame und integrierte Verkehrssteuerung. 

Mobility Hubs als infrastrukturelle Antwort

Gleichzeitig besteht ein großes Potenzial, öffentlichen Raum effizienter zu nutzen: Parkhäuser organisieren Stellplätze auf mehreren Ebenen und verlagern den ruhenden Verkehr aus dem Straßenraum oder von großen, ebenerdigen Parkflächen in die Vertikale. Dadurch wird Fläche gebündelt, Versiegelung reduziert und Spielraum für Entsiegelung sowie alternative Nutzungen im öffentlichen Raum geschaffen. Es entsteht Platz für neue Grünflächen und Aufenthaltsbereiche für Menschen, die die Lebensqualität steigern und Innenstädte nachhaltig aufwerten.

Parkhäuser bieten heute mehr als Parkraum. Sie entwickeln sich zu Mobility Hubs weiter und sind eine infrastrukturelle Antwort auf verdichtete Räume. Mobility Hubs bündeln Parkraum, Ladeinfrastruktur, Sharing Angebote, Fahrrad und Mikromobilität an einem Ort. Sie schaffen zentral funktionale Knotenpunkte, an denen direkte Wechsel zwischen Verkehrsmitteln möglich werden. Ihre Wirkung entfalten sie dort, wo physische Infrastruktur und digitale Steuerung zusammenkommen.

Fahrradfahrer, der vor einem modernen Parkhaus parkt und sein Handy bedient
GOLDBECK entwickelt Parkstätten zu multifunktionalen Mobility Hubs. Bild: GOLDBECK GmbH
Der SkyHub in Heidelberg

Wie dieses Zusammenspiel konkret aussieht, zeigt der SkyHub im Heidelberger Stadtteil Bahnstadt. Der vom europaweit tätigen Bau- und Dienstleistungsunternehmen Goldbeck realisierte Mobility Hub bietet auf 14 Halbebenen Platz für 775 Fahrzeuge und integriert Carsharing-Angebote, (E-)Bike- und E-Scooter-Verleih sowie Lademöglichkeiten für E-Bikes und E-Autos. Ein Fahrkartenautomat ermöglicht den direkten Umstieg in den nahegelegenen ÖPNV und macht den SkyHub zu einem funktionalen Umsteigepunkt für Anwohner, Beschäftigte und Besucher des Quartiers.

Der SkyHub ist von Beginn an als Teil des städtischen Mobilitätssystems konzipiert. Ziel ist es nicht nur, Fahrzeuge unterzubringen, sondern Verkehrsströme gezielt zu bündeln. Das reduziert Parksuchverkehr im Umfeld und entlastet angrenzende Straßen. Die Architektur fügt sich durch die Fassadengestaltung in Anlehnung an die übrigen Gebäude der SkyLabs Familie harmonisch in das Quartier ein. Eine begrünte Pergola, ein extensiv begrüntes Dach und eine Photovoltaikanlage leisten einen messbaren Beitrag zum Mikroklima und zur Energieversorgung.

Die Zukunft des Parkens

Im Rahmen der Mobilitätswende entwickelt Goldbeck Parkimmobilien zu multifunktionalen Mobility Hubs. Über die reine Parkfunktion hinaus werden sie sinnvoll in das Verkehrsnetz eingebunden und ressourcenschonend geplant, gebaut und betrieben. Ihre Gestaltung orientiert sich am Stadtbild sowie an architektonischen Ansprüchen der Zukunft. Mobility Hubs entwickeln bewährte Parkinfrastruktur weiter und machen sie anschlussfähig für neue Mobilitätsformen und Serviceangebote.

Eine datenbasierte Mobilitätslandschaft stärkt dabei nicht nur die operative Verkehrssteuerung in Kommunen, sondern bildet eingebunden in eine ganzheitliche Mobilitätsstrategie auch die zentrale Grundlage für eine strategische und zukunftsfähige Stadtplanung. Das verbessert die Qualität unserer Lebensräume und schafft das Fundament für die Infrastruktur einer nachhaltig mobilen Gesellschaft.

Zukunftsfähige Mobilität entsteht dort, wo Planung, Bau und Betrieb zusammengedacht werden. 
Eine Mobilitätswende wird nicht beschlossen. Sie wird gelebt.