Zwar lässt die wachsende Sensibilität gegenüber der Umwelt den Ruf nach Autos mit neuartigen Antriebskonzepten lauter werden, doch die Nachfrage nach solchen Modellen ist immer noch gering. Von den in Deutschland im Jahr 2018 zugelassenen 3.435.778 Personenkraftwagen sind laut des Online-Portals „Statista.com“ nur rund fünf Prozent mit alternativen Antrieben ausgestattet. Zugleich weisen Technologien wie die Elektromobilität Schwächen auf. Dies gilt beispielsweise für die Fahrt über lange Strecken oder beim Transport schwerer Lasten. Darüber hinaus sprechen der Aufwand für das Recycling einer Batterie mit Lithium-Ionen-Akku oder die Kosten für die Infrastruktur der Ladestationen nur begrenzt für das Elektroauto. Alternativen sind also gefragt.
Nachhaltige Mobilität: Lange Reichweite gefragt
Eine interessante Lösung ist die Brennstoffzelle, vor allem wenn Wasserstoff als Energieträger dient. Diese Antriebsart überzeugt durch Null-Emission und eine gute Energieausnutzung. Im Vergleich zur E-Mobilität zeichnet sie sich durch eine lange Reichweite aus. Die Funktion der Brennstoffzelle beruht auf der chemischen Reaktion von Wasserstoff und Sauerstoff, bei der elektrische Energie und Wärme freigesetzt werden. Mittlerweile ist die Technologie so weit ausgereift, dass sie im Rahmen verschiedener Projekte im Alltag eingesetzt wird. Unternehmen aus der Branche setzen auf den Durchbruch und planen die Serienfertigung von Brennstoffzellen ab dem Jahr 2022. Allerdings gibt es momentan nur ein sehr dünnes Netz an Wasserstoff-Tankstellen und die Fahrzeuge mit dieser Antriebstechnik kosten deutlich mehr als Elektroautos.
E-Fuels sind noch zu teuer
Ebenfalls im Fokus umweltfreundlicher Lösungen stehen sogenannte E-Fuels. Bei dieser Technologie wird per Elektrolyse aus Wasser und Strom zunächst Wasserstoff erzeugt. In Verbindung mit CO2 kann im Anschluss Methan hergestellt werden, das als Kraftstoff dient. Klar ist: Wird zur Herstellung dieser E-Fuels Strom aus Erneuerbaren Energien verwendet, können Diesel- und Benzinfahrzeuge durch solch synthetischen Kraftstoffe klimaneutral betrieben werden. Allerdings besteht weiterer Entwicklungs- und Optimierungsbedarf. Denn derzeit sind die strombasierten Flüssigkraftstoffe noch teuer und weisen einen eher geringen Gesamtwirkungsgrad auf. Allerdings sind Experten überzeugt, E-Fuels bis zum Jahr 2030 zu einem wettbewerbsfähigen Preis erzeugen zu können.