Immer mehr Nutzer von Sonnenenergie denken darüber nach, sich für ihr Eigenheim einen Energiespeicher anzuschaffen. Mehr als 30.000 Photovoltaik-Hausspeicher gab es in Deutschland Ende 2015. Mittlerweile sind nach Angaben des Fraunhofer ISE über 90.000 Speicheranlagen installiert. Interessant ist die Anschaffung nicht nur für Betreiber neuer Photovoltaik-Anlagen, sondern aufgrund des Auslaufens der Einspeisevergütung auch für Besitzer älterer Anlagen. Grundsätzlich helfen Batteriespeicher dabei, den Eigenverbrauch des selbsterzeugten Stroms mindestens zu verdoppeln.
Photovoltaik-Hausspeicher: Größe muss passen
Verschiedene Batteriespeicher gibt es auf dem Markt. Dabei hat die stark nachgefragte Lithium-Ionen-Technologie verschiedene Vorteile gegenüber den in der Vergangenheit oft eingesetzten Blei-Säure-Akkus. Dazu zählen eine höhere Entladetiefe oder die längere Lebensdauer. Bei der Anschaffung einer eigenen Speicheranlage müssen Verbraucher zudem darauf achten, dass der Speicher zum Strombedarf des Haushalts und zur Größe der Photovoltaik-Anlage passt. Hier gilt die Faustregel: Pro Kilowatt Photovoltaik-Leistung sollte eine Kilowattstunde Speicherkapazität vorhanden sein. Weitere Kriterien für die Kaufentscheidung sind eine lange Lebensdauer und eine hohe Effizienz des Geräts.
Erste Speicher rechnen sich
Der Kauf eines kleinen Batteriespeichers ist eine Investition von mehreren Tausend Euro. Allerdings sinken die Preise, weil die Speicherzellen immer günstiger werden. Laut Experten lohnt sich die Anschaffung für jeden Haushalt, wenn die Geräte 600 Euro pro Kilowattstunde Speicherkapazität kosten.
Noch bis Ende 2018 bezuschusst der Staat den Kauf von Batteriespeichern über einen an die KfW-Bank gekoppelten Kredit. Meist lohnt es sich, Angebote von verschiedenen Installateuren einzuholen. „In einer Neubausiedlung, in der jedes oder jedes zweite Haus eine Photovoltaikanlage hat, haben die Speicher oft zu viel Kapazitäten“, weiß Matthias Vetter, Abteilungsleiter für elektrische Energiespeicher am Fraunhofer ISE. „Hier könnten Eigenheimbesitzer auf die dezentralen Speicher verzichtetn und den Überschuss aus dem Einfamilienhaus in Quartierspeicher einlagern.“