Für das Management in der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie ist es selbstverständlich, weltweite Kriege und politische Neueinschätzungen, soziale Verwerfungen und wirtschaftliche Konflikte bei der Risikobewertung vor allem der Cybersecurity mit zu berücksichtigten.
Sie klopfen Netzwerke, Cloudanwendungen, Mailsysteme auf Risiken ab. Die Unternehmensspitzen sind bereit, sogar Kernprozesse wie Wertschöpfungsketten, Produktentwicklung und Produktion nach Maßgabe der Cybersecurity neu aufzustellen.
Einerseits müssen sie mit den Versuchen staatlich organisierter, krimineller Hacker rechnen, in die Systeme einzudringen, um auf diese Weise die gesamte Organisation zu zerstören. Andererseits versuchen die Angreifer, möglichst viele Daten aus den Speichern und Archiven zu stehlen – gerade Rüstungsunternehmen sind offensichtlich von größtem Interesse für Geheimdienste und Spione.
Die Kosten der Schäden übertreffen die Kosten für Sicherheit bei Weitem.
Ransomware ist lediglich Tarnung
Dabei kann es sein, dass ein feindlicher Dienst eine umfassende Cyberwar-Aktion als Ransomware-Attacke tarnt. Und tatsächlich haben zahlreiche Organisationen sehr schmerzhaft gelernt, dass sie ihr Risikomanagement in der Vergangenheit falsch aufgestellt hatten. Denn häufig ist nicht der Ransomware-Angriff die eigentliche Gefahr. Erst nach dem Zahlen des geforderten Lösegelds werden nach und nach die wahren Auswirkungen und Schäden deutlich.
Risikomanagement IT-Sicherheit: Auf Cyberattacken folgen Strafzahlungen
Das kann direkte Auswirkungen auf Umsatz und Gewinn haben: Viele Organisationen berichten von einer Flut von Klagen, die nach einem erfolgreichen und ordnungsgemäß gemeldeten Angriff das Unternehmen überschwemmten.
Kosten für Anwälte, Gerichtsverfahren, Strafzahlungen, Schadensersatz von ebenfalls geschädigten Partnerunternehmen und die Neuaufstellung der Systeme sprengen bei Weitem die Rücklagen, die viele Organisationen für Cyberattacken, Wiederherstellung und Lösegeldzahlung gebildet haben. Und so ist vielen Verantwortlichen klar geworden, dass die Ausgaben für die Sicherheit in keinem Verhältnis stehen zu den Kosten für die Schäden nach den Angriffen.