Marina One ist ein Vorzeigeprojekt des deutschen Architekten Christoph Ingenhoven und ein ganz besonderer Ort in Singapur: Auf 400.000 Quadratmetern werden Leben, Wohnen und Arbeiten in einem einzigen Gebäudekomplex vereint. Vier Wolkenkratzer mit Platz für Büroflächen, Stadtwohnungen und Penthouses und ein gemeinsames Untergeschoss mit Platz für Einzelhandelsflächen säumen das „Green Heart“ – den dreidimensionalen Garten in der Mitte des Ensembles. Die grüne Oase erstreckt sich über mehrere Stockwerke, verfügt über einen Wasserfall und Sky Gardens auf verschiedenen Ebenen und bietet auf 37.000 Quadratmetern Raum für 350 verschiedene Baum- und Pflanzenarten sowie zahlreiche Tierarten. So verbessert das Green Heart des Marina One das Mikroklima und stärkt die Biodiversität.
Der tropische Stadtstaat Singapur liegt unterhalb der Südspitze der malaiischen Halbinsel zwischen Malaysia und Indonesien. Auf einer Gesamtfläche von etwa 720 Quadratkilometern hat die Inselrepublik eine „City in Nature“ erschaffen, eine grüne Oase, in der mehr als 400 Parks und Grünanlagen, 20 Naturparks sowie vier Naturschutzgebiete Stadt und Natur miteinander in Einklang bringen. Singapur ist stolz auf seinen innerstädtischen Dschungel, rund die Hälfte der Stadt ist bereits grün – und Singapur will noch grüner werden.
Grüner Leben
Der Green Plan 2030 gibt vor, wo die Reise hingeht – nämlich in die Höhe. Bis 2030 soll der Dschungel weiter in den Himmel wachsen. Dann verfügen 80 Prozent der Gebäude über begrünte Dächer und Fassaden; Neubauten müssen bereits heute mit vertikalen Grünflächen errichtet werden. Und auch die Singapurer machen mit: Mit der Bewegung „One Million Trees“ pflanzen sie bis 2030 eine Million weiterer Bäume, die die Lebensqualität erhöhen und das Mikroklima weiter verbessern.
Das soll denn auch durch Verkehr möglichst wenig beeinträchtigt werden. Statt auf Individualverkehr setzt der Stadtstaat auf einen effizienten öffentlichen Nahverkehr, bei dem nicht nur die Dächer der Bushaltestellen, sondern auch die Dächer der Busse selbst bepflanzt sind. Zudem fördert Singapur den Radverkehr, hat ein über 300 Kilometer langes Radwegenetz aufgebaut, dass Radfahrenden kurze Wege bietet, die Grünflächen der Stadt miteinander verbindet und ein Fahrradleihsystem integriert.