Skyline einer Stadt mit Kommunikationsnetzkonzept

Urbane Mobilität

Digital unterwegs

Grün, leise und vernetzt – so sehen Stadtplaner die urbanen Zentren von morgen. Zentraler Baustein ist dabei ein umweltfreundliches und effizientes Mobilitätskonzept. Eine besondere Rolle nimmt der Einsatz von KI und Sensorik ein.

PW
· 2025
Erschienen in

Stadt der Zukunft

am 15. Dezember 2025 in „Frankfurter Allgemeine Zeitung“
Die Stadt der Zukunft ist nicht nur ein technisches Projekt, sondern ein auch gesellschaftliches. Neue Technologien sollen uns helfen, Energie zu sparen, den Verkehr zu organisieren und digitale Infrastrukturen auszubauen. Diese Ziele sind aber kein Selbstzweck, sondern Werkzeuge, um...

Einsteigen, anschnallen und losfliegen: So könnte der Weg zur Arbeit vieler in einer gar nicht mehr so fernen Zukunft aussehen. Flugtaxis sollen bald, so die Vision, in Ballungsräumen staugeplagte Großstädter voranbringen. Aber bereits heute verändert der Einsatz moderner Technologie, etwa KI, Sensorik oder 5G, die städtische Mobilität. 

Wenn KI den Verkehr regelt

Autonomes Fahren ist nur eines von diversen Beispielen. Die in vielen Neuwagen als Standard eingebauten Systeme scannen und analysieren die Umgebung in Echtzeit, treffen Vorhersagen und planen die nächsten Handlungen. Noch einen Schritt weiter geht der fahrerlose Bedarfsverkehr, der bislang nur auf festgelegten Betriebsbereichen erlaubt ist. In Zukunft könnte autonomes Fahren aber auch den ÖPNV ergänzen und für Entlastung sorgen. Noch leichter integrierbar ist KI in Ampelsysteme von Städten – dies zeigen Beispiele aus Hamm oder Niederbayern. Hier regeln KI-Ampeln den Verkehr, erkennen Staupotenzial und mindern die Unfallgefahr für Radfahrer und Fußgänger.

 

KI-basierte Systeme machen den ÖPNV effizienter.

Verbesserungen für den ÖPNV

KI-basierte Systeme optimieren aber nicht nur den Verkehrsfluss und sorgen im besten Fall für weniger Stau, sie machen den ÖPNV effizienter und sicherer – auch vor Cyberrisiken. Sie übernehmen beispielsweise auch die Fahrgastzählung und liefern damit Datensätze zu Auslastung und Spitzenzeiten. Daran können Flotten und Taktungen angepasst werden. Apps machen den Ticketkauf barrierefreier und einfacher – oder analysieren anhand von Nachfragen den genauen Bedarf an Haltestellen oder Streckenangeboten und verbessern so den Nahverkehr. Per Klick und durch die Kombination verschiedener Verkehrsmittel können die Nutzer dort künftig schneller Verbindungen finden. Leerfahrten werden vermieden. Ein digital unterstützter ÖPNV ist ein wichtiger Bestandteil einer zukunftsgerechten Stadt. 

Kommunikationsinfrastruktur

In der Stadt der Zukunft sind nicht nur die Menschen mobil, sondern auch die Daten. Dazu braucht es zum Beispiel Hightech-Glasfasernetze. Diese bieten hohe Datenübertragungsraten und minimale Latenzzeiten, die notwendig sind, damit Verkehrssteuerungssysteme, Sensoren, fahrerlose Fahrzeuge und Echtzeitkommunikation reibungslos funktionieren. Nur so können Ampeln, öffentliche Verkehrsmittel, Sharing-Angebote und autonome Fahrzeuge optimal zusammenwirken.