Das Instrument der EU-Kommission zur Unterstützung der kooperativen Forschung und Entwicklung im Verteidigungsbereich ist der Europäische Verteidigungsfonds – kurz „EEF“. Hier hat die Kommission für den Zeitraum von 2021 bis 2027 ein Budget von rund 7,3 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt. Ein erklärtes Ziel dieses Fonds ist es, die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen jeder Größe und Forschungsakteuren in der EU und Norwegen zu fördern. Laut Kommission unterstützt der EEF „wettbewerbsfähige und kollaborative Verteidigungsprojekte während des gesamten Forschungs- und Entwicklungszyklus“. Der Schwerpunkt liegt auf Projekten mit innovativen Technologien, die zu modernsten und interoperablen Verteidigungstechnologien und -ausrüstungen führen sollen. Nach ihrer eigenen Darstellung sieht sich die Kommission auf Grundlage der EEF-Verordnung als einen der Hauptinvestoren in Forschung und Entwicklung im Verteidigungsbereich.
Die Armee bietet Zukunftschancen durch Ausbildung an innovativen Technologien.
Humanitäres Völkerrecht
Hinter dem extrem gestiegenen Interesse an Robotik steht auch der Wunsch, die eigenen Soldatinnen und Soldaten zu schützen. Auf diese Weise hoffen die Generäle, Kosten und Verluste der militärischen Aktionen zu reduzieren und ihre Effizienz zu erhöhen.
Doch bei der Forschung und Entwicklung neuer Waffensysteme testen Ingenieure die Grenzen und ethischen Schranken der Technologien aus. Denn mit der Digitalisierung befinden sich Waffentechnik, Fahrzeugentwicklung und Fahrzeugautomatisierung in einem epochalen Umbruch. Insbesondere bei der Integration von Digitaltechnik und Nutzung von Künstlicher Intelligenz ist eine Überprüfung der Waffensysteme nach Vorgaben von völkerrechtlichen Maßstäben wichtig.
Denn ohne Frage gilt das humanitäre Völkerrecht für alle Waffengattungen und Armeen rund um den Globus. Und dieses Recht setzt für viele denkbare Konzepte wichtige Grenzen.