Was soll mit dem Forschungsprojekt „Flybots“ erreicht werden?
Ziel ist es, eine Forschungsinfrastruktur aufzubauen, die unter anderem die Entwicklung von Drohnen im Bereich elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) und Störfestigkeit unterstützt. Darüber hinaus gilt es, Daten zu sammeln und Konzepte mit Betreibern zu entwickeln, die im Sinne von Best Practice eine schnelle Zulassung für den Betrieb von Flybots ermöglichen.
Was sind Beispiele von bereits erfolgreich angewandten Drohnen-Einsätzen in Deutschland?
Auch wenn die Paketzustellung noch ein paar Hürden nehmen muss, sind viele Anwendungen heute fast normal, wie die Inspektion von Freiland-Stromtrassen mit Drohnen alternativ zum viel teureren Hubschrauber, das Abfliegen von Wiesen mit Drohnen mit Infrarotkamera vor dem Mähen, um Tiere, insbesondere Rehkitze, aufzuspüren. Darüber hinaus gibt es Beispiele aus der Intralogistik, bei Containerterminals, aber zunehmend auch innerhalb von Fertigungshallen.
Was sehen Sie als Experte als überaus wichtig an, wenn es um die Entwicklung von Drohnen und deren Einsatz geht?
Da wir mit Drohnen und deren Einsatz in vielen Bereichen Neuland betreten, ist die Schaffung von Best-Practise-Wissen sehr wichtig. Die große Luftfahrt hat extrem gute Statistiken zu Zuverlässigkeit und Unfallrisiko. Das ist das Ergebnis von mehr als acht Dekaden ziviler Fliegerei. So viel Zeit können wir uns bei den Drohnen nicht lassen, wenn wir wollen, dass sie sicher und von allen akzeptiert Teil des Luftraums über unseren Köpfen sind.
Und wann ist das „Flybots“-Projekt startklar?
In ziemlich genau zwei Jahren soll die gesamte Infrastruktur, mit Drohnenkäfig und zugehöriger Messtechnik, errichtet und betriebsbereit sein.